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wo war die_mauer

Nicht nur Touristen, sondern auch Zugezogene und Spätgeborene müssen immer wieder diese Frage stellen. Denn obwohl in weiten Teilen der Stadt eine Bodenmarkierung den Verlauf der (vorderen) Mauer anzeigt, bleibt der Ortsunkundige beispielsweise in den Baustellenbereichen am Humboldthafen auf der Strecke, wenn er keinen der überall in Berlin erhältlichen Mauerpläne hat - und selbst dann kann es schwierig werden: Am Mariannen Platz in Kreuzberg wird man keine Spur der Mauer finden, da das Engelsbecken, das zugeschüttet worden war, um eine freies und übersichtliches Sichtfeld zu erhalten, nach der Wende rekonstruiert worden ist. Eine Tafel weist auf den geschichtsträchtigen Platz hin.
Mittlerweile ist der Verlauf der Mauer auch mit GoogleEarth nachzuvollziehen.


ein_ring um westberlin

Illustration

Westberliner Stadtplan mit Grenzbefestigungen der DDR

Fischer Abb. 57

Da das Bauwerk Mauer ohne Fundamente errichtet wurde (siehe Aufbau), ist es bereits heute, wenige Jahre nach Abriss der Mauer, unmöglich mit archäologischen Untersuchungen Reste dieses zeithistorisch bedeutenden Monuments auszumachen - umso wichtiger ist die Dokumentation in Büchern und anderen Publikationen.
Nur der kleine, grün blinkende Bereich (nördlich des Zentrums) wird im Spaziergang ausführlich behandelt. Insgesamt war die Mauer um Westberlin etwa 170 km lang.


wo man die_mauer heute sieht

Der mauer_reste - Spaziergang geht nur auf einen kleinen Abschnitt der Mauer an der Bernauer Straße ein, zeigt jedoch auch kleinste Hinweise auf die ehemalige Grenze.
Hier sollen zusätzlich die wichtigsten erhaltenen Reste innerhalb Berlins - geordnet von Norden nach Süden - kurz erwähnt werden:

Der Mauerpark im Prenzlauer Berg nimmt den Platz des ehemaligen "Todesstreifens" ein. Ein Stück Hinterlandmauer ist entlang des Jahn-Stadions erhalten.

Die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße wird im Spaziergang ausführlicher dargestellt (Station No. 16).

In der Kieler Straße steht eine Führungsstelle (Wachtürme waren höher und schlanker als dieser Turmtyp). Seit kurzem wird hier an den ersten Mauertoten, Günter Litfin, erinnert.

In der Nähe des Potsdamer Platzes steht ein Beobachtungsturm. Obwohl der Wachturm außerhalb des "Todesstreifens" steht und eigentlich zur Sicherung der DDR Regierungsgebäude an dieser Stelle diente wird er zu den Grenzsicherungsbauten gezählt.

An der Ausstellung "Topographie des Terrors" in der Niederkirchner Straße ist ein längeres Stück der Grenzmauer 75, die im Bewusstsein vieler Menschen im Westen die "Mauer an sich" verkörpert, erhalten und unter Denkmalschutz gestellt.

Der längste erhaltene Mauerabschnitt ist die "East-Side-Gallery". Nur an dieser Stelle wurde aus Elementen der Grenzmauer 75 auch die Hinterlandmauer errichtet. Der Grund war ein ästhetischer: Staatsbesuch, der an dieser Mauer entlang zum Flughafen Schönefeld gefahren wurde, bekam nur die glatteren und höheren Elemente zu Gesicht.
1990 wurde das 1300 m lange Mauerstück von verschieden Künstlern bemalt.

An der Oberbaumbrücke ist nordöstlich der Brücke ein Beobachtungsturm auf einem Gebäude erhalten.

Eine weitere Führungsstelle ist im Park Schlesischer Busch erhalten.


Illustration

Führungsstelle am Schlesischen Busch

Feist S. 8

 

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